Die Sonne erwachte über Roitzschjora und wenige Zeit später bließen „Elsterglanz“ zur zweiten Runde. Der Opener reizte die niedersten Instinkte der angeheiterten Festivalbesucher. Von feucht-fröhlichen Trinkliedern ganz verschüchtert nahm das Niveau reiß-aus und versteckte sich in der Zeltbühne.
(Yuppicide)
Dort nämlich spielten zur gleichen Zeit „Texas in July“. Die christliche Metalcore-Band aus Pennsylvenia stellte ihr Debüt-Album „I am“ zur Schau. Im Anschluss rissen „Toxpack“ mit ihrem „In-die-Fesse“-Oi-Sound die Menge mit sich. - Welch kontrastreicher Einstieg in den Tag!
Alle Spuren von „Elsterglanz“ sind nun von der Hauptbühne verwischt, denn „Born from Pain“ haben sich dort eingefunden. Die Holländer riefen in mittlerweile glühender Hitze zum ersten Circle Pit des Tages und rührten ihn mit ihren fiesen Metalcore-Riffs kräftig um.
Nach dieser staubigen Einlage hatten wir uns auf „Walls of Jericho“ gefreut, diese wurden jedoch wegen der Übertragung des WM-Viertelfinales um etwa sechs Stunden verschoben und von der Hauptbühne ins Zelt verdrängt.
Nach der Fußball-Pause ließen „Yuppicide“ und „Deadline“ im Zelt die Hardcore- und Punkrockherzen höher schlagen. Derweil Zeigten „Ektomorph“, dass es nicht immer „Soulfly“ oder „Sepultura“ sein müssen, Tribalcore klingt auch aus Ungarn verdammt würzig!
Nach diesem osteuropäischen Exkurs ließen „Canibal Corpse“ mit ihrem blutrünstigen Metal-Sound-Gewitter Tote auferstehen und ebneten den Weg für das Highlight der Hauptbühne. Denn nach diesen mörderischen Klängen ließen „Heaven shall burn“ den Himmel über Sachsen brennen ;) Die thüringischen WFF-Aufsteiger zeigten grandioses Headliner-Potential.
Der Abend näherte sich nun endlich mit „Walls of Jericho“ seinem krönende Ende. Die hassgeladene detroiter Trashcore-Brigade stahl „Venom“, dem eigentlichen Headliner des Abends, die Show und das Publikum.Offensichtlich profitierten sie doch noch von der verschobenen Spielzeit.
Abschließend wurde dem Abend mit einem gigantischen Feuerwerk ein fulminantes Ende gesetzt.
Backstage gab „Mambo Kurt“ eine Kostprobe seines Repertoires. Er stellte die Hardcore- und Metalheads vor die Wahl zwischen Genre-Klassikern und Elektro-Trash-Sünden der 90er, wobei letztere klar das Rennen machten. Mit seinem Heimorgel- / Keyboard- / C64-Mix ließ der promovierte Mediziner das Pressezelt beben.
...wenn Super Mario und Elvis ein gemeinsames Kind hätten, würde es vermudlich SO aussehen (Rampensau des Tages):
(Photos: fototeddy.de)
...wenn Super Mario und Elvis ein gemeinsames Kind hätten, würde es vermudlich SO aussehen (Rampensau des Tages):
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